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Mittwoch, 8. Dezember 2010

to do justice

Zwar ist es Werbung für ne Konferenz, aber trotzdem wunderschön erzählt und produziert.

An Invitation to Justice from The Justice Conference on Vimeo.

Montag, 16. November 2009

Klimagipfel - eine Vorschau

Klimagipfel Kopenhagen (7.-18.Dez.)

Die beiden Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe kritisieren, dass ausgerechnet die Menschen am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden, die ihn nicht verursacht haben und sich gegen seine Folgen aber am wenigsten wehren können. "Die armen Länder haben 90 Prozent der menschlichen Opfer und der wirtschaftlichen Folgekosten des Klimawandels zu tragen. Das sind Kleinbauern und Bäuerinnen auf dem Land, die unsere enormen Klimaschulden bezahlen müssen", warnt Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe. -- http://www.welthungerhilfe.de/17-bericht-entwicklungshilfe.html

Obwohl es eigentlich um rechtlich bindende Abkommen erziehlt werden sollen scheint dies schon vor dem Gipfel Schnee von gestern zu sein.

read on:
>> [Spiegel] Merkel fliegt zum Klimagipfel
>> [FAZ] Die Klima-Kanzlerin will nach Kopenhagen
>> [taz] Klimaschutz verpufft mit Absicht

Samstag, 16. August 2008

Rückblick die Zweite: Das Reich Gottes

In verschiedenen Diskussionen der letzten Wochen haben wir gemerkt, dass es wichtig ist zu überlegen, auf was für theologischen Grundannahmen wir unser Leben—in der Welt und in der Gemeinde—eigentlich aufbauen. Und wir haben uns einfach noch mal gefragt, was wohl mit diesem geheimnisvollen Begriff ‚Reich Gottes’ gemeint ist. Zur Inspiration haben wir uns daher am 17. und 24. Juni Mitschnitte vom Emergent Forum (eine christliche Konferenz 2007 in Erlangen—kann mir aber vorstellen, dass die Veranstalter den Begriff ‚Konferenz’ vermeiden wollten...;) angehört und darüber diskutiert. Hier die Links zu den mp3s (es handelt sich um Vorträge von Brian McLaren*, betitelt mit 'Everything must change'): Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Wir hatten spannende Gespräche und haben es deshalb auch nicht auf die Reihe bekommen, uns alles komplett anzuhören... Wir haben bislang keine wirkliche Blog-Kultur bei Micha Leipzig und auch bei der Micha-Initiative generell (muss vielleicht auch nicht sein), aber gerade weil unsere Diskussionen sehr kontrovers waren, könnten unterschiedliche Kommentare zum Thema ganz spannend sein...

*Wie man beim Hören merken wird, geht es hier nicht um den klassischen US-amerikanischen Christenguru, dessen Weisheit unbedingt auch in andere Teile der Welt getragen werden muss. Das Emergent Forum war Berichten nach tatsächlich in erster Linie ein Ort des Austausches—auch für die Redner...

Freitag, 21. September 2007

Angepfiffen!


Es geht in die zweite Halbzeit!
Am 7.7.2007 wurde an vielen Orten der Welt angepfiffen.
Nicht um den Ball für weitere 45 Minuten an Sportler frei zu geben, sondern um die nächsten sieben Jahre, die bis zur Erreichung der Milleniumsziele bleiben, zu markieren.
Die Vereinten Nationen haben im September 2000 die Milleniumsentwicklungsziele beschlossen. Auch Deutschland hat unterschrieben und sich verpflichtet, bis 2015 die Ziele zu verwirklichen.
In Leipzig haben wir beim Parkgottesdienst am 10.06.2007 auch angepfiffen. Dieser Anpfiff war die Gelegenheit, auf die Anliegen der Micha-Initative aufmerksam zu machen und gemeinsam mit vielen Christen auf der Welt uns unserer Verantwortung gegenüber dem Nächsten und den Versprechen unserer Regierung bewusst zu machen.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Wer ist eigentlich Micha?

Micha kennste auch, ge? Jaha, aber der, den wir meinen, hat vor über 2700 Jahren gelebt. Er redete mit dem Anspruch, genau das zu sagen, was Gott beim Anblick seiner Gesellschaft empfand. Nicht nur sanfte Worte. Heute ist jener Prophet der Namensgeber für eine weltweite christliche Kampagne zur Überwindung von Armut. Und in Leipzig gibt es so eine Art Lokalgruppe. Die sich der Evangelischen Allianz verbunden fühlt - wie es auf Bundes- und weltweiter Ebene auch der Fall ist.

Aber zunächst vielleicht noch mal, welche Worte Michas (und für uns als Christen damit gleichzeitig Gottes) den Anstoß gaben für die "Micha-Initiative" (wie sie in Deutschland heißt) bzw. "Micah Challenge" (wie sie die englischsprachige Welt nennt):

"Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir will: Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen vor deinem Gott." (Die Bibel, Micha 6,8)

Zum einen sollen Christen mobilisiert werden, zu beten und praktisch aktiv zu werden. Zum anderen sollen sich Christen zusammen mit anderen, denen Gerechtigkeit ein Anliegen ist für die Bekämpfung von Armut einsetzen. Die Micha-Initiative orientiert sich dabei an den Millenniums-Zielen (MDGs) der Vereinten Nationen, die eine "Halbierung" der Armut bis 2015 vorsehen (Ausgangsjahr ist teilweise 1990 und teilweise 2000).

Wir in Leipzig finden daher drei Dinge sehr wichtig:

:: Gebet - Gott will, dass wir ihm in den Ohren liegen. Und mehr noch, wenn es um die Situation anderer geht. Für diese Welt gibt es keine simplen Lösungen. Das macht Gebet so wichtig. Außerdem glauben wir, dass Gebet auch uns verändert und zeigt, was dran ist...

:: Lebensstil - Wir wollen authentischer werden. Wir wollen überlegen, wie wir mit unserem Konsum und vielen anderen Alltagsentscheidungen zu einer etwas besseren Welt beitragen können. Und das ohne Krampf und Moralismus.

:: Entwicklungspolitik - Die MDGs sollen erreicht werden. Unsere politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger brauchen nicht nur Gebet, sondern manchmal auch unsere Erinnerung. Außerdem wollen wir generell auch kritisch fragen, wie ungerechte Strukturen verändert werden können.

Zu viel auf einmal? Vielleicht. Auf jeden Fall haben wir angefangen uns alle zwei Wochen zum Beten zu treffen. Für konkrete Länder. Und wir haben angefangen, Gemeinden und christliche Gruppen zu informieren. Ebenso gibt es zarte entwicklungspolitische Anfänge. Ein paar Leute waren bei den G8-Veranstaltungen und das Thema FairTrade beschäftigt uns wie auch die Gemeinden, mit denen wir in Kontakt stehen.

Du bist aus Leipzig und findest das Ganze zumindest interessant? Dann schau einfach mal vorbei. Auch kritische Geister sind überaus willkommen.

Es gibt diesen Spruch von den vielen kleinen Leuten, die das Gesicht der Welt verändern können. Das glauben wir auch. Aber wir glauben zudem an einen großen Gott, der die vielen kleinen Menschen verändern kann. Und immer wieder etwas von seiner neuen Welt preisgibt, an der er eifrig bastelt...